the Sketch wall

Eine temporäre Gestaltung des „artstripe“ im Wiener Büro von Accenture   Beim artstripe handelt es sich um einen Ort des Gedankenaustausches. Jährlich werden in Wien lebende Gegenwartskünstler eingeladen, sich mit Accenture auseinanderzusetzen und einen Blick auf dieses Unternehmen zu werfen. Dahinter steht die Idee, dass Künstler als genaue Beobachter in besonderem Maße in der Lage sind auch Aspekte zu bemerken, die der Selbstwahrnehmung des Unternehmens mitunter entgehen. Mit dieser Ausstellungsserie wird ein Dialog auf Augenhöhe initiiert, der sonst kaum zustande käme, da die Sphären Kunst und Wirtschaft üblicherweise voneinander getrennt sind. Accenture setzt mit diesem Projekt die Tradition des Auftragswerkes fort mit der Besonderheit, dass den Künstlern keine einschränkenden inhaltlichen Vorgaben gemacht werden. Gleichzeitig sollen diese Impulse von Außen das „Out of the box“ Denken innerhalb des Büros fördern. Wie aber sieht so ein Denken ohne Scheuklappen aus? Beziehungsweise, wie sehen die Scheuklappen aus, die ein freies, kreatives Denken blockieren?   Mit seiner Arbeit „The Sketch Wall“ beschäftigt sich der Künstler Aldo Giannotti unmittelbar mit den Denkprozessen, die er aus dem Selbstverständnis von Accenture und den Tätigkeitsbereichen des Unternehmens ableitet. Der Titel ist Programm insofern als es sich um eine genau komponierte Sammlung von Gedankensplittern handelt, die der Künstler als Serie von Skizzen auf der Fläche des artstripe arrangiert. Während die Zeichnung sein bevorzugtes Medium ist, bilden der Raum und die Architektur seine präferierten Motive um die einzelnen Gedanken zu visualisieren. Paradoxie ist ein zentrales Stilmittel seiner Kunst, wie sich an den einzelnen Zeichnungen ablesen lässt: die beiden Zeichnungen unter dem Titel „Alternative Thinking“ zeigen zwei Hochhäuser. Beim einen dreht sich die Tür und das Haus bleibt stabil, beim anderen dreht sich das ganze Haus und die Tür bleibt fixiert. Wie immer man es dreht und wendet, die dahinterstehenen Denkmechanismen bleiben gleich. Auch die Zeichnung „This Building Full Of People Without The Building“ ergibt wieder die Konturen eines Gebäudes, während sich die Skizzen zu „Place Of Work“ und „Place Of Relax“ nur graduell voneinander unterscheiden. Aldo Giannottis Beobachtungen sind ironisch aber nie belehrend und machen vor der eigenen Position nicht halt: Auch die Kunst bleibt nicht selten gefangen in Konventionen und Ideen sind nicht immer völlig neu.   Mit „The Sketch Wall“ öffnet der manische Zeichner Aldo Giannotti sein Skizzenbuch und präsentiert Einfälle zum Verhältnis Gegenwart und Zukunft, Mensch und Maschine, analoger und digitaler Welt aber auch vom Ausstellungsraum artstripe zum Arbeitsraum Vienna Office als riesiger Notizblock. Auch wenn die vielzitierte „box“ letztlich immer eine viereckige Schachtel bleibt, so zeigt diese humorvolle Arbeit, dass ein Denken außerhalb von Routinen und Zwängen möglich und die Kunst ein gutes Mittel dafür ist. Project by liquid frontiers  
  • aldo giannotti
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